Freitag, 16. März 2018 15:00 Uhr

Apothekenhonorierung unter Orientierung am Gemeinwohlinteresse und Patientenversorgung: Neues NOWEDA-Forschungsprojekt

Die Frage der angemessenen Apothekenhonorierung und damit im Zusammenhang stehend auch das mögliche Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist Gegenstand aktueller politischer Diskussionen und für die Zukunft der deutschen Apotheken von großer Bedeutung.

Diese Debatte basiert in großen Teilen auf einem unterschiedlichen Verständnis bezüglich der Rolle der öffentlichen Apotheken und ihres Versorgungsauftrags. Dahinter stehen vor allem divergierende Wertvorstellungen, aus denen unterschiedliche Forderungen hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Honorierungssystems abgeleitet werden.

Vor diesem Hintergrund hat die NOWEDA Apothekergenossenschaft eG den Gesundheitsökonomen Prof. Dr. Uwe May, die Politikwissenschaftlerin Cosima Bauer und den Juristen Dr. Heinz-Uwe Dettling mit einem Forschungsprojekt beauftragt, das aus juristischer, gesundheitspolitischer und volkswirtschaftlicher Sicht die Rahmenbedingungen und Anforderungen an ein Honorarsystem definiert, welches sich explizit am Gemeinwohlinteresse und der Patientenversorgung orientiert.

Das Gutachtenprojekt hat somit nicht zum Ziel, die mögliche Strukturierung und Höhe des Apothekenhonorars zu diskutieren, sondern soll einen normativen Rahmen für das Gesamtsystem der Honorierung der Apotheken bestimmen. Ausgangspunkt und Leitgedanke dabei ist die, auch im aktuellen Koalitionsvertrag angestrebte, flächendeckende Gesundheitsversorgung mit „gut erreichbaren (…) Apotheken vor Ort“.