Donnerstag, 27. September 2018 14:55 Uhr

Bundesweite NOWEDA-Umfrage in Kooperation mit BVpta

Eine bundesweite Umfrage der NOWEDA Apothekergenossenschaft unter PTA-Schülerinnen und -Schülern gibt Aufschluss über die Erwartungshaltung an die Ausbildung und das spätere Berufsleben. Das von Dipl.-Mathematiker Uwe Hüsgen im Auftrag der NOWEDA durchgeführte Projekt ermittelte, wie angehende PTA ihre berufliche Ausbildung bewerten, welche Verbesserungsvorschläge sie haben und welche Erwartungen und Wünsche sie mit ihrer zukünftigen Tätigkeit verbinden. Insgesamt nahmen an dieser Befragung, die in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Pharmazeutisch-technischen AssistentInnen e. V. (BVpta) durchgeführt wurde, 918 PTA-Schülerinnen und -Schüler von 32 PTA-Lehranstalten teil.

„Immer wieder sprechen uns Apothekerinnen und Apotheker auf Nachwuchssorgen an. Das betrifft keinesfalls nur Approbierte, sondern natürlich auch PTA“, so Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA. „Ich empfehle unseren Mitgliedern, sich die Ergebnisse unserer Umfrage im Detail anzuschauen, um herauszufinden, welche Wünsche und Bedürfnisse ihre potenziellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegen.“

Der Fragebogen beinhaltete insgesamt neun Fragen: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworteten unter anderem, warum sie sich für den PTA-Beruf entschieden haben, ob sie bereits vor Ausbildungsbeginn Apothekenluft geschnuppert hatten und wie sie ihre Ausbildung bewerten. Die abschließende Frage nach den Kriterien, die an-gehenden PTA mit Blick auf ihre zukünftige Tätigkeit besonders wichtig sind, fiel sehr deutlich aus; besonders bei denjenigen PTA, die nach bestandenem Examen einen Arbeitsplatz in einer öffentlichen Apotheke annehmen wollen. Auf der Bewertungsskala von 0=keine Bedeutung bis 5=große Bedeutung steht der Kontakt mit den Kunden (mit 4,37) an erster Stelle, gefolgt vom familiären Betriebsklima (mit 4,29) und dem Fort- und Weiterbildungsangebot der Apotheke (mit 4,02). Und selbst die Tätigkeit in Labor und Rezeptur weist (mit 3,78) noch einen sehr hohen Wert aus. Weitere Aspekte, wie Verwaltungstätigkeiten, Bürokratieabbau oder Organisation von Aktionen, erreichten hingegen nur Mittelwerte. „Ich bin positiv überrascht, dass diese vier Punkte von den zukünftigen PTA so sehr geschätzt werden“, sagt Uwe Hüsgen. „Gerade das Bedürfnis nach einem guten Betriebsklima mit im Schnitt 4,29 von 5 Punkten zeigt, dass die Apotheke sich in dieser Beziehung sehr gut als attraktiver Arbeitgeber aufstellen kann.“

Über die Umfrageergebnisse informierten sich im Rahmen einer Präsentation bei NOWEDA die Vorsitzende des BVpta-Vorstands, Sabine Pfeiffer van Rijswijk, und die BVpta-Geschäftsführerin Bettina Schwarz aus erster Hand: „Auch für uns sind die Ergebnisse sehr erkenntnisreich. Z. B. gibt es eine Diskrepanz zwischen der Erwartungshaltung der PTA-Schülerinnen und -Schüler nach Ihrer PTA Famulatur in der Apotheke und den Erfahrungen in der eigentlichen Ausbildung.“ In diesem Zusammenhang verwiesen sie auf einen Praktikumsleitfaden der Apothekerkammern, der potenziell Auszubildenden schon im Schnupperpraktikum einen realistischen Eindruck des zukünftigen Berufs vermittelt, und von Apotheken bei der zuständigen Kammer angefordert werden kann – und sollte.

NOWEDA-Mitglieder können die Ergebnisse der Umfrage auf https://www.noweda.de/pta-umfrage herunterladen oder per Mail an info@remove-this.noweda.de kostenlos als PDF-Dokument anfordern.