Donnerstag, 09. Januar 2020 10:10 Uhr

Lieferengpass-Kampagne wird 2020 fortgesetzt: Medikamente fehlen. Kassen sparen. Zeit zu handeln.

Die Situation mit nicht-lieferbaren Arzneimitteln in Deutschland spitzt sich weiter dramatisch zu. Ob Schmerzmittel, Blutdrucksenker, Antibiotika, Antidepressiva oder Krebsmedikamente: Oft fehlen dringend benötigte Arzneimittel. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Die Hauptursache: Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. So haben die Gesetzlichen Krankenkassen alleine 2018 durch Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern rund 4,4 Milliarden Euro eingespart. Dies entspricht einer Größenordnung von etwa 0,3 Beitragssatzpunkten. Geld, das dem System fehlt und sinnvoll für Patienten eingesetzt werden könnte.

Die NOWEDA führt ihre Kampagne zu Lieferengpässen, die im Oktober 2019 mit einer ganzseitigen Anzeige im Nachrichtenmagazin „Focus“ gestartet ist, daher weiter fort. Im Rahmen der Aufklärungs- und Informationskampagne wird diesen Samstag, 11. Januar 2020, erneut eine Anzeige zum Thema Lieferengpässe im „Focus“ erscheinen.

„Immer öfter sind wichtige Arzneimittel in Deutschland zeitweise oder sogar dauerhaft nicht lieferbar. In dieser schwierigen Situation setzen die Vor-Ort-Apotheken alles daran, die Versorgung ihrer Patienten aufrechtzuerhalten. Deutschlandweit und für 3,6 Millionen Menschen täglich. Mit unserer Kampagne wollen wir den Apothekerinnen und Apothekern helfen“, so Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA.

Um die Apothekerinnen und Apotheker auch in ihrem Berufsalltag zu unterstützen, hat die Genossenschaft ab Ende November 2019 einen Flyer herausgebracht, in dem die Problematik der Lieferengpässe erläutert wird. Diese Aktion ist ein voller Erfolg: Die Auflage liegt derzeit bei 625 000 Exemplaren.