Freitag, 29. März 2019 09:27 Uhr

NOWEDA Gesundheitskongress 2019: Blick auf Medikation von morgen

Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA, begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des NOWEDA Gesundheitskongresses 2019.

„Medikation von morgen“ lautete das Motto des 2. NOWEDA-Gesundheitskongresses, der am 27. März 2019 in der Hauptverwaltung der Apothekergenossenschaft in Essen stattfand. Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich auf der Veranstaltung bei insgesamt sechs Vorträgen und einer Podiumsdiskussion unter anderem zu aktuellen Entwicklungen und Prognosen in der Arzneimitteltherapie.

Nach der Eröffnung des Kongresses durch den NOWEDA-Vorstandsvorsitzenden Dr. Michael P. Kuck und Moderator Prof. Dr. Andreas Kaapke schaffte Prof. Dr. Dieter Steinhilber von der Goethe-Universität in Frankfurt/Main die Basis für nachfolgende Diskussionen. Der Fachapotheker für pharmazeutische Analytik verschaffte den Teilnehmern einen Überblick über die Komplexität der stratifizierten Pharmakotherapie. Im Anschluss referierte Apotheker Dr. Olaf Rose mit einem Fachvortrag über die dienstleistungsorientierte Positionierung der Vor-Ort-Apotheken schon durch einfach umsetzbare Maßnahmen wie das Medikationsmanagement. Mit Praxisvorträgen folgten Apotheker Philipp-Petja Kramer aus Geldern und Apotheker Dr. Michael Brüch aus Augsburg. Kramer berichtete in einem motivierenden Vortrag, wie Apotheken sich mit entsprechendem Engagement als Dienstleister im ambulanten Pflegesektor etablieren können. Dr. Brüch berichtete über das innovative Betreuungskonzept „Demenzfreundliche Apotheke“.

„Auf Wunsch unserer Mitglieder haben wir ganz gezielt Praxisvorträge zu aktuellen Themen in den Kongress integriert“, so Kuck. „Dadurch haben Apotheker die Möglichkeit, ihren Kolleginnen und Kollegen individuelle Erfolgskonzepte zu vermitteln, die unter Umständen auch in anderen Apotheken eingesetzt werden können. Wir halten diesen genossenschaftlich geprägten Austausch für wichtig und zielführend.“

Der zweite Teil der Veranstaltung begann mit einer Podiumsdiskussion, an der Prof. Dr. Steinhilber und Dr. Rose sowie Prof. Dr. Gerald Huber, Professor für BWL und Informationsmanagement im Gesundheitswesen an der Hochschule Neu-Ulm, und Professor Dr. Giovanni Maio, Professor für Bio- und Medizinethik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, teilnahmen. Die Experten diskutierten unter dem Motto „Fortschritt oder Irreführung – Wie maßgeschneidert ist die individualisierte Medizin tatsächlich“ über die Chancen und Risiken zunehmend individuell gestalteter Therapieansätze. Im darauf folgenden Fachvortrag informierte Tim Steimle, Apotheker und Leiter des Fachbereichs Arzneimittel bei der Techniker Krankenkasse, die teilnehmenden Apothekerinnen und Apotheker über digitale Ansätze und Versorgungsmodelle in der Apotheke anhand des Beispiels eRezept. Abschließend lud Neuwissenschaftler Dr. Henning Beck die Gäste der NOWEDA mit seinem mitreißenden Impulsvortrag „Biologie des Geistesblitzes: Analoge Ideen in der digitalen Welt“ dazu ein, auf die ungeahnten kognitiven Fähigkeiten des menschlichen Gehirns zu vertrauen.

Auch für das nächste Jahr plant NOWEDA einen Gesundheitskongress. Mitglieder und Kunden wird die Genossenschaft rechtzeitig über den Themenschwerpunkt und das Veranstaltungsdatum informieren.