Mittwoch, 25. Oktober 2017 14:50 Uhr

NOWEDA-Kampagne „Sofort vor Ort“: DocMorris reagiert

DocMorris hat rechtliche Schritte gegen die NOWEDA Apothekergenossenschaft eingeleitet. Hintergrund: Die Informationskampagne „Sofort vor Ort“, mit der NOWEDA auf das EuGH-Urteil aus Oktober 2016 reagiert hat. Die Kampagne informiert Patienten unter anderem auf zahlreichen Plakatmotiven über die Defizite der EU-Versender. Der niederländische Arzneimittelversender fühlt sich durch eines der Plakate ungerecht behandelt.

„Welche ausländische Versandapotheke fertigt Ihre Salbe?“ lautet die Frage auf dem betreffenden Plakat. Die Antwort: „Keine“. „Die Aktion hat offensichtlich ins Schwarze getroffen“, so der NOWEDA-Vorstandsvorsitzende Dr. Michael P. Kuck. „Wir scheuen die gerichtliche Auseinandersetzung mit DocMorris nicht. Ein fairer Wettbewerb mit den Vor-Ort-Apotheken setzt gleichwertige Leistungen voraus. Das ist aus unserer Sicht nicht gegeben.“

Das Thema „Rezepturenerstellung durch Versandapotheken“ wurde auch von Fachmedien bereits aufgegriffen und kritisch diskutiert. „Wir haben unsere Mitglieder und Kunden nun gebeten, uns zu informieren, falls ihnen ebenfalls konkrete Fälle bekannt sind, in denen individuelle Rezepturaufträge von DocMorris abgelehnt wurden“, so Dr. Kuck.