Dienstag, 02. Juli 2019 15:43 Uhr

Oliver Wittke und Matthias Hauer informierten sich bei NOWEDA

V. l.: Karl Josef Paulweber, Vorstand, Dr. Matthias Lempka, Aufsichtsratsvorsitzender, Matthias Hauer MdB, Staatssekretär Oliver Wittke, Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender, Joachim Wörtz, Vorstand.

V. l.: Matthias Hauer MdB, Staatssekretär Oliver Wittke, Joachim Wörtz, Vorstand, Karl Josef Paulweber (re. im Hintergrund), Vorstand, Dr. Michael P. Kuck, Vorstandsvorsitzender, André Debald, Niederlassungsleiter Betrieb.

Am 1. Juli 2019 besuchten der parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Energie, Oliver Wittke, sowie Bundestagsmitglied und Mitglied des Finanzausschusses, Matthias Hauer, die Hauptverwaltung der NOWEDA Apothekergenossenschaft in Essen. Begrüßt wurden die Politiker vom Vorstandsvorsitzenden der NOWEDA, Dr. Michael P. Kuck, dem Aufsichtsratsvorsitzenden, Apotheker Dr. Matthias Lempka, sowie den Vorständen Joachim Wörtz und Karl Josef Paulweber.

Das gut anderthalbstündige Gespräch drehte sich im Wesentlichen um die wirtschaftliche Situation des pharmazeutischen Großhandels, das Apothekensterben in Deutschland und das Apothekenstärkungsgesetz.

„Der Großhandel benötigt dringend eine Verbesserung seiner gesetzlichen Vergütung“, führte Dr. Kuck aus, „nicht zuletzt aufgrund der gesetzgeberischen Eingriffe durch SecurPharm und die GDP-Leitlinien, die erhebliche Investitionen, aber auch hohe laufenden Kosten verursachen.“ Das Streichen von Apothekenrabatten, um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, sei keine Option, zeigte Dr. Kuck anhand einer Hochrechnung auf. Über 8 000 Apotheken würden ihre Existenz verlieren, käme es zu einer Rabattstreichung durch den pharmazeutischen Großhandel.

Oliver Wittke und Matthias Hauer betonten die große Bedeutung des pharmazeutischen Großhandels und der Vor-Ort-Apotheken für die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. Beide Politiker unterstrichen zudem die Bedeutung von fairem Wettbewerb zwischen Versand- und Vor-Ort-Apotheken. „In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass für alle Marktbeteiligten gleiche Bedingungen herrschten“, machte Oliver Wittke deutlich. Zum Schutz des Patienten müssten Arzneimittel immer von gleich hoher Qualität zur Verfügung stehen. Es gelte daher, auch unter Wettbewerbsgesichtspunkten, dass die jeweiligen unterschiedlichen Transportwege den gleichen qualitativen Anforderungen unterliegen müssten.

Matthias Hauer stellte fest, dass eigentlich das Rx-Versandverbot die richtige Maßnahme zum Schutz der Vor-Ort-Apotheken sei. Wenn dieses aber nicht durchgesetzt werden könne, müssten alle Anstrengungen unternommen werden, gleichartige Schutzmaßnahmen zu etablieren.

Einig waren sich die Gesprächspartner darin, dass Vor-Ort-Apotheken den Marktentwicklungen auch gestaltend begegnen müssen. Dr. Kuck stellte in diesem Zusammenhang Ausschnitte des gemeinsamen Projekts „Zukunftspakt Apotheke“ von NOWEDA und Hubert Burda Media vor.