Montag, 08. Juni 2020 11:12 Uhr

Studie rät Apotheken vor Ort: Mit Omnichannel-Konzepten Stärken stärken!

Shoppen per Smartphone oder Mausklick – das ist für Konsumenten in vielen Branchen längst gelebter Alltag. Entsprechend wird der Ruf nach digitalen Services in stationären Apotheken lauter. Hinzu kommt: Im Rx-Segment steht das E-Rezept als vermeintlicher Treiber der Versender schon in den Startlöchern.

Wie aber behaupten sich Apotheken vor Ort in einem sich wandelndem Wettbewerb bei gleichzeitig verändertem Kundenverhalten? Eine jetzt veröffentlichte Studie des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln kommt zu dem Ergebnis, dass Vor-Ort-Apotheken sich vor allem mit Omnichannel-Konzepten erfolgreich gegenüber der Konkurrenz aus dem Netz behaupten können. Hierbei sollten sie ihre Stärken bewusster online ausspielen und mittels digitaler Services aufwerten. Die Studie nennt vor allem die Vorteile pharmazeutische Kompetenz und Beratung, Verfügbarkeit, Sicherheit und Erreichbarkeit. Grundlage der Untersuchung war die Befragung von 1 000 Internetnutzern, die über ihr Einkaufsverhalten und ihre Onlinegewohnheiten Auskunft gaben.

Das Ergebnis ist eindeutig: Die Weichen stehen auf digital – das zeigt die Erwartungshaltung der befragten Verbraucher deutlich. Rund 75 Prozent von ihnen bewerten die Digitalisierung für Vor-Ort-Apotheken als wichtig. Sogar 85 Prozent sind der Meinung, dass das Thema weiter an Bedeutung gewinnen wird. In der öffentlichen Wahrnehmung stehen Apotheken diesbezüglich aber noch am Anfang: 72 Prozent der Studienteilnehmer sind der Meinung, dass Apotheken im digitalen Sektor noch Nachholbedarf haben.

Die Ausgangssituation der Apotheken vor Ort ist dabei laut Studie sehr gut. Dies gilt besonders im Hinblick auf die starke Bindung der Kunden und das hohe Vertrauen, das sie lokalen Apotheken entgegenbringen. Im Vergleich mit Versendern punkten sie insbesondere bei Beratungs- und Sicherheitsthemen. Hinzu kommt: 83 Prozent der Internetnutzer würden bei der Onlinebestellung von Medikamenten Vor-Ort-Apotheken reinen Versendern vorziehen.

„Der Zukunftspakt Apotheke ist das Original unter den Omnichannel-Konzepten, zudem konnten wir nun schon seit über einem Jahr praktische Erfahrungen am Markt sammeln. Jetzt geben uns die Studienergebnisse kräftig Rückenwind. Gleichzeitig sind sie für den weiteren Vortrieb des Zukunftspakts sehr wertvoll. Denn mit Start des E-Rezepts reden wir nicht mehr nur von Einbußen im OTC-Segment. Es ist daher entscheidend, dass Apotheken ihren Kunden jetzt flächendeckend Leistungen anbieten, die Bestellungen bei Online-Versendern überflüssig machen. Die Apotheken vor Ort sind schneller und kombinieren ihren Service mit echter, persönlicher Beratungskompetenz“, so Dr. Michael Kuck, Vorstandsvorsitzender der NOWEDA.

Selbstbewusst in die Zukunft blickt auch Hanns-Heinrich Kehr, Geschäftsführer von PHARMA PRIVAT: „Die Studie zeigt deutlich, dass der gemeinsame Weg des Zukunftspakts Apotheke, nämlich die Verknüpfung der Qualität der Vor-Ort-Apotheken mit den digitalen Kommunikationswegen genau den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Mit unserer Apothekenkooperation WAVE verfügen wir über langjährige Erfahrungen im digitalen Bereich und unterstützen die Vor-Ort-Apotheken damit, sich zukunftsorientiert auszurichten. Die Vor-Ort-Apotheke verbindet die persönliche Beratung mit einem breitgefächerten Omnichannel-Angebot und verfügt über eine digitale Schnittstelle, die eine 3-Stunden-Belieferung des vollen Sortiments ermöglicht. Das kann kein Versandhandel, schon gar nicht vom Ausland aus."

„Im Omnichannel-Konzept des Zukunftspakt Apotheke spielt auch das breite Portfolio an Digital- und Printmedien von Hubert Burda Media sowie das Apothekenkundenmagazin My Life eine essentielle Rolle. Damit erreichen wir mehr Apothekenkunden als jeder andere deutsche Verlag. Mit dieser medialen Kraft ergänzen wir den Zukunftspakt Apotheke und können einer breiten Öffentlichkeit kommunikativ alle in der Studie genannten Vorteile vermitteln, welche die Kunden an ihrer Vor-Ort-Apotheke besonders schätzen“, ergänzt Kay Labinsky, Geschäftsführer von BurdaLife.