„Sofort vor Ort“ auf Arztpraxen ausgeweitet

Im Rahmen der Kampagne „Sofort vor Ort“ informiert NOWEDA seit November 2016 über die Leistungen der inhabergeführten Vor-Ort-Apotheken und über die Notwendigkeit eines Versandhandelsverbots mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Genau ein Jahr später geht die Kampagne in die zweite Phase: NOWEDA informierte im November 2017 mehr als 54 000 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte über die Bedrohung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung und stellt ihnen Plakate zur Information ihrer Patienten zur Verfügung.

Hintergrund der Initiative: Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Oktober 2016 entschieden, dass ausländische Versandapotheken sich im Gegensatz zu deutschen Apotheken nicht an die deutsche Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel halten müssen. Das Urteil wurde von vielen Medien fälschlicherweise als großer Durchbruch für mehr Wettbewerb und eine kostengünstigere Arzneimittelversorgung gefeiert. Mit zahlreichen Plakatmotiven informiert „Sofort vor Ort“ bis heute in tausenden Apothekenschaufenstern und weitere Kommunikationswege über die wohnortnahe, schnelle und unkomplizierte Arzneimittelversorgung, die Nacht- und Notfallversorgung sowie weitere Gemeinwohlpflichten der Apotheke vor Ort. Im gleichen Atemzug stellt die Kampagne dar, dass der Arzneimittelversandhandel zahlreiche wichtige Leistungen nicht erbringen will oder kann und weshalb die wirtschaftliche Bevorteilung ausländischer Versender die flächendeckende Arzneimittelversorgung in Deutschland akut bedroht.

„Sofort vor Ort“ ist bei Apothekerinnen und Apothekern, Endverbrauchern und Medien auf eine starke Resonanz gestoßen. Mit der direkten Ansprache der Ärzte in der zweiten Kampagnenphase, appelliert der NOWEDA-Vorstand: „Lassen Sie uns gemeinsam darüber informieren, wie wichtig es für jeden Einzelnen ist, eine funktionierende, patientennahe Gesundheitsversorgung ‚sofort-vor-Ort‘ zu haben.“