Von Spanien nach Essen: Austauschschüler Nil Carol lernte im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ die NOWEDA in Essen kennen. Begleitet wurde er dabei von Azubi Giuliano Condemi, der im vergangenen Jahr selbst ein einmonatiges Erasmus-Praktikum in Italien absolvierte.
Mit neuen Situationen kennt sich Giuliano Condemi aus. Im Herbst 2024 absolvierte der Auszubildende zum Groß- und Außenhandelskaufmann ein vierwöchiges Praktikum beim Goethe-Institut in Florenz und gewann ganz neue Einblicke. Ein halbes Jahr später vermittelte er dem spanischen Austauschüler Nil Carol als Pate diese Einblicke bei der NOWEDA in Essen. Möglich machte es das EU-Austauschprogramm Erasmus+ für Auszubildene und Berufsfachschüler. Über das Robert-Schmidt-Berufskolleg erfuhr Giuliano Condemi damals von Erasmus+ und war sofort begeistert. „Die Idee, ein anderes Unternehmen und noch dazu außerhalb Deutschlands kennenzulernen, fand ich gut.“ Um die Praktikumsstelle musste er sich allerdings selbst kümmern, genauso wie um eine Unterkunft. Giuliano Condemi entschied sich für Italien, auch weil italienisch seine Muttersprache ist. Das Goethe-Institut war zwar nicht seine erste Wahl, stellte sich dann aber als Glücksfall heraus. „Ursprünglich wollte ich in ein großes Unternehmen, aber die vergeben nur mehrmonatige Praktika. Das Goethe-Institut in Florenz ist dagegen sehr klein. Aber gerade, weil dort so wenig Leute beschäftigt sind, konnte ich vom ersten Tag an mitarbeiten und wurde miteinbezogen.“
Während Giuliano Condemi von der großen NOWEDA in das kleine Goethe-Institut kam, erlebte Nil Carol, der im spanischen Vic eine Schule für International Business besucht, das Gegenteil. Er hatte bislang nur den Kundendienst in kleineren Betrieben kennengelernt und war dementsprechend beeindruckt von der NOWEDA und den Prozessen im Pharmagroßhandel. Während seines zweiwöchigen Aufenthaltes in Essen begleitete er Giuliano Condemi drei Tage lang im Betrieb. Die Kundenretoure stand in diesem Zeitraum auf dessen Ausbildungsplan und so bekam der Austauschschüler einen ganz konkreten Einblick in die Abläufe.
Beide waren sich einig, dass Austauschprogramme eine gute Gelegenheit sind, um auch den eigenen Horizont zu erweitern. Vor allem Giuliano Condemi schwärmt von seinem Auslandspraktikum. „Ich hatte natürlich doppeltes Glück, weil ich in Florenz war und auch viel von der Stadt gesehen habe. Es war eine sehr schöne Zeit und eine gute Erfahrung für mich.“
