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Pflege im Namen der Apotheke

Vom Wundmanagement bis zur Stomaversorgung – pflegebedürftige Menschen benötigen je nach Vorerkrankungen Hilfsmittel und Unterstützung. Für Apothekerin Kirsten Moser von der Delltor-Apotheke im niederrheinischen Rees ist es eine Selbstverständlichkeit, auch diese Leistung zu erbringen: denn sie setzt auf eine vollumfängliche Versorgung für ihre Kundinnen und Kunden.

Kirsten Moser ist Apothekerin in der zweiten Generation. 2021 übernahm sie die Delltor-Apotheke, in der sie bereits seit 2007 tätig ist, von ihrem Vater Peter Moser. Ursprünglich hatte die 48-Jährige ganz andere berufliche Pläne. „Ich wollte entweder Reisekauffrau oder Bäuerin werden, doch irgendwann packte mich doch die Apotheke“, lacht die Apothekerin und ist heute froh, nach ihrer Ausbildung zur Pharmazeutisch-technischen Assistentin noch das Pharmaziestudium absolviert zu haben. Denn im Gespräch wird klar: Die Menschen in der Region liegen Kirsten Moser am Herzen. Daher setzt sie auf eine vollumfängliche Versorgung ihrer Kundinnen und Kunden: „Hilfsmittel und die zugehörigen Pflegedienstleistungen gehören für uns ganz selbstverständlich dazu. Das Team ist sehr gut geschult, aber der Bereich ist so komplex, die Bedürfnisse so individuell, dass es sowohl die Versorgungsqualität als auch die Wirtschaftlichkeit steigert, mit einem spezialisierten Partner zusammenzuarbeiten.“

Seit fast zwei Jahrzehnten setzt die Delltor-Apotheke daher auf die NOWEDA-Tochter ApothekenPflegeService (APS). APS unterstützt die Apotheke sowohl bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten in einer nahe gelegenen Pflegeeinrichtung als auch bei der ambulanten Versorgung. „So übernimmt ‚unsere‘ Pflegekraft im Namen der Apotheke unter anderem Wundvisiten, besucht Stoma-Patienten und Menschen, die auf ableitende Inkontinenz angewiesen sind“, erklärt Kirsten Moser. Alle APS-Pflegekräfte sind zudem zertifizierte Wundmanager und können in enger Kooperation mit dem Hausarzt die Versorgung übernehmen und prüfen, ob das Wundregime gut ist oder ob eventuell weitere Untersuchungen durch einen Facharzt erforderlich sind. Weiterhin evaluieren sie, ob das eingesetzte Material wirtschaftlich ist. „Die Preise von Pflegehilfsmitteln unterscheiden sich teils immens. APS behält hier für uns den Überblick, sodass wir eine optimale Versorgung unserer Kundinnen und Kunden gewährleisten können.“

Wirtschaftlichkeit immer im Blick

Das Thema Pflege ist für Apotheken Chance und Herausforderung zugleich. Gerade in den vergangenen Jahren verlangte es den Apotheken viel Idealismus ab. So galt zwischen 2009 und 2024 die sogenannte Präqualifizierung für Hilfsmittel. Das bedeutet, dass jede Apotheke für die angebotene Produktgruppe einen Qualitätsnachweis haben musste. Aufgrund des immensen organisatorischen und bürokratischen Aufwands entschieden sich viele Apotheken gegen ein entsprechendes Angebot. Die Delltor-Apotheke blieb trotzdem dabei. Und mittlerweile lohnt sich nach dem weitgehenden Wegfall dieser unnötigen Verkomplizierung der Einstieg für Apotheken in diesen Markt mehr denn je. So ist aktuell im Leistungsportfolio von APS ist aktuell nur noch für Stomata (u. a. künstliche Darmausgänge) eine Präqualifizierung vorzuweisen.

Für Kirsten Moser macht das Anbieten apothekenüblicher Hilfsmittel nicht nur wegen einer stärkeren Kundenbindung, der wiederkehrenden Nachfrage und möglicher Zusatzverkäufe für Apotheken Sinn, sondern auch wirtschaftlich. „Der zwischenmenschliche Aspekt und das Gefühl, dass wir die Menschen in der Region optimal versorgen können, ist uns immens wichtig. Trotzdem müssen wir die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten. Viele Apotheken glauben, da bleibe nichts übrig, aber das ist vor allem eine Frage des sinnvollen Einkaufs.“
Frank Leuermann, Geschäftsstellenleitung sowie Leitung Vertrieb bei APS und selbst examinierte Pflegekraft, stimmt zu: „Wir unterstützen Apotheken in diesem Aspekt, aber auch in vielen weiteren Punkten. Konkret kümmern wir uns nicht nur darum, den Einkauf von Hilfsmitteln rentabel zu gestalten und die pflegerische Dienstleistung zu organisieren. Wir bieten einen 24-h-Notdienst, der z. B. erforderlich sein kann, wenn ein pflegebedürftiger Patient am Wochenende aus einer Klinik entlassen wird. Weiterhin schulen wir das ganze Apothekenteam und bieten auch Seminare in Pflegeeinrichtungen sowie Pflegeberatungstage für Patienten an – auch das immer im Namen der Apotheke zur Stärkung des regionalen Netzwerks.“ In der Zusammenarbeit mit APS können Apotheken selbst auswählen, welche Leistungen sie in Anspruch nehmen möchten – entsprechende Konzepte werden individuell, bedarfsgerecht und flexibel gestaltet.